Unseren Landkreis in die Zukunft führen: ehrlich – sozial – demokratisch! Mit unserem Wahlprogramm stehen wir für einen Neuanfang mit Stefanie Kirchner als Landrätin.
Das Wahlprogramm in leichter Sprache
1. Vorbemerkung
Die Menschen im Landkreis Eichstätt arbeiten erfolgreich in Industrie, Handel, Handwerk aber auch in Landwirtschaft und Tourismus. Sie ziehen Kinder groß, pflegen Angehörige, engagieren sich in Vereinen und der Nachbarschaft. Sie halten unsere Gesellschaft am Laufen. Darauf sind wir stolz und wollen dies auch in Zukunft erhalten. Nun ist der Landkreis in schwierigen Zeiten.
Die Menschen spüren, dass vieles ins Stocken geraten ist. Das Vertrauen in Politik und Verwaltung nimmt ab. Die SPD im Landkreis Eichstätt möchte dies ändern. Wir brauchen dazu eine offene und ehrliche Politik, die die Menschen mitnimmt. Wir brauchen solide Finanzen, soziale Investitionen, eine Gesundheitsversorgung die funktioniert und mehr regionale Zusammenarbeit. Gemeinsame Probleme müssen wir gemeinsam lösen. Dafür steht unsere Landratskandidatin Stefanie Kirchner. Dieses Wahlprogramm ist keine Wünsch-dir-was-Liste, sondern ein Leitbild für Verantwortungsbewusstsein. Es beschreibt, was wir für richtig und notwendig halten – immer mit Blick auf die finanzielle Realität. Denn vor dem Verteilen kommt das Rechnen. Jeder Vorschlag in diesem Programm steht daher unter einem Finanzierungsvorbehalt.
2. Finanzen
Die Konsolidierung des Kreishaushalts ist unabdingbar und hat für uns oberste Priorität. Die dauerhafte Erhöhung der Verschuldung durch den Verlustausgleich unserer Kliniken muss gestoppt werden. Nur so erlangt der Landkreis seine Handlungsfähigkeit zurück. Wir müssen verstärkt die Landes- und Bundespolitik in die Pflicht nehmen. Aufgaben die der Landkreis delegiert bekommt, müssen zu 100 Prozent finanziert werden. Zuschüsse für Investitionen erhöht werden. Die Sanierung des Landeshaushalts auf Kosten der Kommunen darf so nicht weiter gehen. Wir wollen den Aufbau eines gezielten Fördermittelmanagements zur Akquise von externen Finanzzuschüssen einführen. Die Kreisumlage darf nicht weiter steigen, um Städte und Gemeinden nicht noch mehr zu belasten. Die Verschuldung darf ebenfalls nicht weiter steigen.
3. Gesundheitsversorgung
Die Umwandlung der Klinik Kösching zu einem Gesundheitszentrum darf nicht dazu führen, dass die Notfallversorgung und die notärztliche Versorgung sich verschlechtern. Der Aufbau einer Notfallambulanz als zukünftige Anlaufstelle ist unerlässlich. Ambulantes Operieren, der Ausbau weiterer ambulanter Angebote im Medizinischen Zentrum an der Klinik Kösching und die Schaffung von ausreichend Tages- und Kurzzeitpflegeplätzen wollen wir anpacken. Die Klinik Eichstätt ist mit 170 Betten als stationärer Versorger sehr klein. Wir brauchen deshalb mehr regionale Zusammenarbeit mit den umliegenden Kliniken. Wir stehen zur Umsetzung des regionalen Klinikgutachtens, da dies mehr Chancen als Risiken beinhaltet.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen rechtzeitig und wertschätzend in die Planungen einbezogen werden. Wir wollen, dass der Personalrat zukünftig im Verwaltungsrat vertreten ist. Die Attraktivität der Klinken muss im Bereich der Personalgewinnung deutlich verbessert werden. Dazu gehört ein besseres Angebot im Kinderbetreuungsbereich, Wohnheimplätze für das Pflegepersonal und flexible Arbeitszeitmodelle.
Die hausärztliche Versorgung wird in den kommenden Jahren deutlich schwieriger. Wir wollen dazu Lösungen entwickeln und gemeinsam mit den Gemeinden umsetzen. Gesundheitsversorgung darf nicht vom Geld abhängen, aber es darf auch nicht dazu führen, dass der Landkreis finanziell immer weiter in Schieflage gerät. Dazu wird es weiter viele Veränderungen geben. Diese werden wir nach sorgfältiger Prüfung unterstützen. Wir werden den Freistaat bzw. das Staatsministerium für Gesundheit in München in die Pflicht nehmen, uns und die Region zu unterstützen und endlich, anstatt nur zu reden, zu handeln.
4. Bildung, Schulen, Universität - Zukunft für Alle
Gute Bildung, starke Familien und verlässliche Betreuung sind zentrale Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe und Chancengleichheit – in jedem Alter. Wir müssen für eine zukunftsfähige Bildungs- und Familienpolitik sorgen. Wir wollen, dass alle Kinder – unabhängig von Herkunft und Wohnort – die besten Startchancen erhalten. Familien benötigen konkrete Unterstützung im Alltag, ebenso wie Jugendliche Räume zur Entfaltung, Begegnung und Mitbestimmung. Daher setzen wir uns im gesamten Landkreis für eine starke und breite Bildungslandschaft, eine vielfältige Kinder- und Jugendarbeit und eine moderne, familienfreundliche Infrastruktur ein.
Bildung darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen. Wir wollen, dass alle Schülerinnen und Schüler Zugang zu gut ausgestatteten Schulen haben – räumlich, technisch und personell. Als Träger insbesondere der Berufsschule, Realschulen, Gymnasien und Förderschulen trägt der Landkreis hierbei eine besondere Verantwortung. Wir setzen uns für eine moderne Ausstattung unserer Schulen und die Weiterentwicklung innovativer Bildungsgänge ein. Den dringend erforderlichen Neubau der Schule für geistige Entwicklung unterstützen wir ausdrücklich.
Kinder und Jugendliche brauchen Freiräume und eine starke Stimme in der politischen Gestaltung ihrer Lebenswelt. Wir setzen uns daher für den Erhalt und Ausbau einer offenen, vielfältigen und verlässlich finanzierten Jugendarbeit im gesamten Kreisgebiet ein. Wir wünschen uns die Einrichtung eines Jugendkreistages. Gute Bildung endet nicht mit dem Schulabschluss. Der Landkreis ist Hochschulstandort und soll dies auch in Zukunft mit Stolz bleiben. Wir wollen die Hochschule in Eichstätt als zentralen Bildungs- und Innovationsmotor unserer Region weiter stärken. Die Förderung neuer Studiengänge in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Digitalität und Nachhaltigkeit wollen wir prüfen. Ziel ist es, Menschen, die zum Studieren in den Landkreis kommen, als Fachkräfte, Gründerinnen und aktive Bürgerinnen zu halten. Dazu gehört auch die bessere Verzahnung von Hochschulen, Berufsschulen und Arbeitswelt – durch Praktika, Innovationspartnerschaften und regionale Clusterbildung. So schaffen wir Zukunftsperspektiven für junge Menschen und stärken den Wirtschaftsstandort nachhaltig.
5. Arbeit und Wirtschaft
Wir wollen, dass der Landkreis sich als wirtschaftspolitischer Impulsgeber einbringt. Davon sollen alle Kommunen profitieren. Dazu gehört die Mithilfe bei der Flächenplanung, bei Genehmigungsverfahren und die Stärkung interkommunaler Zusammenarbeit. Zudem Unterstützung bei Förderanträgen für Kommunen und Unternehmen. Der Landkreis hilft den Kommunen bei Abruf von jeglichen Fördermöglichkeiten.
Neue zukunftsfähige Branchen sollen angesiedelt werden, z.B. Industrie 4.0, Digitalisierung, Gesundheit, Pflege, Bildung, Tourismus und Handel. So bleiben Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region. Die Zukunft liegt in klimaneutraler Produktion, zirkulärer Wertschöpfung und grüner Energie. Wir unterstützen Betriebe auf dem Weg dorthin. Um Fachkräfte im Landkreis zu behalten, braucht es nicht nur Qualifizierung und gute Arbeitsbedingungen, sondern auch die regionale Infrastruktur muss funktionieren. Das müssen wir zusammen denken. Öffentliche Aufträge sollen nur noch an Unternehmen vergeben werden, die Tarifverträge einhalten und soziale Standards garantieren. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, wollen wir die Ausbildung an unserer Berufsschule sowie den ansässigen Berufsfachschulen in zentralen Berufsfeldern – wie Gesundheit, Handwerk, IT und Erziehung – gezielt fördern.
Gute Arbeit bedeutet auch moderne Arbeitsformen. Wir unterstützen wohnortnahe Beschäftigung, mobiles Arbeiten, den Ausbau von Coworking-Spaces und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zudem wollen wir eine Plattform schaffen, auf der Kommunen, Unternehmen und Gewerkschaften regelmäßig zusammenkommen, um gemeinsam über die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu beraten.
6. Verkehr
Wir brauchen überall im Landkreis ein gutes Nahverkehrsangebot – in den Zentren und auf den Dörfern. Wir wollen Mobilität für alle Menschen garantieren, unabhängig von Wohnort, Alter oder finanziellen Möglichkeiten. Mobilität ist ein Grundrecht und wichtig für eine lebendige Region. Wir wollen die Alternativen zum Autoverkehr stärken und attraktiv machen: Anreize statt Verbote. Nur so bekommen wir die Umweltbelastung in den Griff. Weniger Abgase, mehr Busse, Bahnen und Radwege – das ist unser Verkehrsmodell. Um mehr Menschen von der Nutzung des klimafreundlichen ÖPNV zu überzeugen, müssen wir die Angebote stärken, aber keine Geisterbusse subventionieren. Die bestehenden Rufbusse sind für die Bürgerinnen und Bürger eine tolle Sache. Diese On-Demand Angebote mit flexiblen bedarfsorientierten Fahrmöglichkeiten wollen wir weiter ausbauen. Für junge Menschen das FiftyFifty Taxi weiter anbieten und stärken.
Der Autoverkehr wird weiter eine wichtige Rolle spielen, aber in Zukunft ein anderer sein können, wenn neue, emissionsarme Antriebstechnologien wie Elektromobilität und Wasserstoff vorangebracht werden. Daher setzen wir uns für einen Ausbau der Lade-Infrastruktur ein. Den Radverkehr im Landkreis wollen wir entschieden fördern und über sichere Radwegeverbindungen konsequent ausbauen. Hier liegt großes Potenzial, wenn die Wege sicherer und attraktiver werden. Dazu müssen wir in Radschnellwege, Radwege und die E-Bike-Infrastruktur investieren. Der Radverkehr muss mit dem klassischen Busverkehr vernetzt werden. Dazu wollen wir in sichere Abstellmöglichkeiten investieren und die Fahrradmitnahme im Bus erleichtern.
Zur Stärkung des Fußverkehrs brauchen wir eine Verbesserung der Infrastruktur mit breiteren Gehwegen, sicheren Querungen und Barrierefreiheit, vor allem auch auf den Kreisstraßen in den Kommunen. Gemeinden sollen außerdem über 30 km/h Zonen auf Kreisstraßen bestimmen dürfen.
7. Wohnraum, Teilhabe, Vielfalt – für ein soziales Miteinander
Der Landkreis Eichstätt ist eine vielfältige Region – mit Menschen unterschiedlicher Herkunft, Lebenslagen und Erfahrungen. Diese Vielfalt ist eine Stärke, wenn wir sie gemeinsam gestalten. Deshalb stehen wir für eine Politik, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt und niemanden zurücklässt. Ob bezahlbarer Wohnraum, Barrierefreiheit oder Teilhabe am gesellschaftlichen Leben: Für uns ist klar, dass alle Menschen im Landkreis die gleichen Chancen auf ein gutes Leben haben müssen. Dafür wollen wir auch in Zukunft Verantwortung übernehmen – mit klaren Prioritäten und konkreten Projekten. Viele Menschen machen sich Sorgen um steigende Mieten, zu geringe Renten oder fehlende Unterstützung im Alltag. Wir wollen den sozialen Zusammenhalt fördern, wenn es um die Sicherung der Daseinsvorsorge geht. Bezahlbarer Wohnraum bleibt eines der drängendsten Themen. Wir setzen uns weiterhin für die Gründung einer Kommunalen Wohnbaugesellschaft ein. Niemand sollte wegen steigender Mieten seine Heimat aufgeben müssen. Dabei denken wir auch an junge Menschen in Ausbildung. Im Landkreis gibt es keine Wohnformen für Menschen mit geistiger Behinderung. Wir wollen dafür sorgen, dass sich dies ändert.
Eine inklusive Gesellschaft beginnt mit Barrierefreiheit – in Gebäuden, Verkehrsmitteln, digitalen Angeboten und im gesellschaftlichen Leben. Für Menschen mit Behinderungen muss Teilhabe selbstverständlich sein. Wir setzen uns für den Ausbau barrierefreier Infrastruktur ein – von Haltestellen bis Verwaltungsgebäuden. Ebenso wollen wir inklusive Assistenzangebote im Alltag stärken und fördern das selbstbestimmte Leben in allen Altersgruppen. Wir wollen die Teilhabe von Menschen mit Behinderung an politischen Prozessen verbessern. Wir wollen einen Inklusionsbeirat im Landkreis einführen, damit Menschen mit Beeinträchtigungen in Entscheidungen frühzeitig einbezogen werden können. Auch Selbsthilfegruppen und Initiativen, die sich für Inklusion einsetzen, wollen wir fördern. Sie brauchen stabile Förderstrukturen und echte Mitsprachemöglichkeiten. Gleichzeitig wollen wir, dass auch Seniorinnen und Senioren in jeder Lebensphase gut versorgt und in die Gesellschaft eingebunden sind. Hierfür braucht es altersgerechte Angebote und eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung. Ein vielfältiges Freizeitangebot, das von Sport über kulturelle Aktivitäten bis hin zu geselligen Veranstaltungen reicht, gehört dazu. So schaffen wir Raum für Begegnungen und den Austausch untereinander. Auch Mobilität spielt eine entscheidende Rolle im Alltag. Wir setzen uns für spezielle Mobilitätsangebote ein, die helfen sollen, den Alltag selbstbestimmt zu gestalten und auch ohne Auto oder Führerschein bspw. Besorgungen für den täglichen Bedarf erledigen zu können. Wir möchten besonders die Nachbarschaftshilfen in den Kommunen unterstützen.
8. Nachhaltigkeit und Energiewende
Klimaschutz beginnt vor Ort - ökologisch, gerecht und regional. Die Folgen des Klimawandels spüren wir immer öfter. Flutkatastrophen, Starkregenereignisse, Dürreperioden und Waldbrände sind auch bei uns Realität. Klimaschutz ist Menschenschutz. Damit unsere Kinder, Enkel und Großenkel hier auch in Zukunft gut und sicher zu leben können, braucht es einen stärkeren Einsatz für den Klimaschutz und die Energiewende. Wir wollen einen ambitionierteren Klima- und Umweltschutz im Landkreis mit Zielsetzungen, die stetig kontrolliert und unter Berücksichtigung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und neuer Technologie weiterentwickelt werden. Ob Wasserstoffmobilität, Recyclingwirtschaft oder innovative Agri- PV- Konzepte in unserem Landkreis gibt es bereits viele nachhaltige Ansätze mit enormen Potenzialen für die regionale Wertschöpfung, die es besser zu unterstützen gilt.
Für uns ist klar: Auch Menschen mit einem kleinen Einkommen müssen sich ein klimafreundliches Leben leisten können und dürfen keine Sorge vor der nächsten Nebenkostenabrechnung haben. Klimaschutz darf kein Hobby für Besserverdienende sein, wenn er erfolgreich und effektiv sein will. Die Beratung zur Energieeffizienz für private Haushalte und Unternehmen wollen wir ausbauen. Der 2020 gegründete Energiebeirat soll zu einem beschließenden Ausschuss umgewandelt werden. Die klimafreundliche Mobilitätswende, die Verringerung des Schadstoffausstoßes in allen Bereichen, den konsequenten Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energien wie Solar- und Windenergie, klimaneutrale Verwaltungen sowie Energieeffizienz in kommunalen Liegenschaften und Fuhrparks werden wir entschieden vorantreiben und sozial gerechter gestalten. Alle kommunalen Gebäude und Unternehmen müssen ihren Strom aus 100% erneuerbaren Energien beziehen. Die Energie der Zukunft ist weder fossil noch atomar, sondern lokal und klimaneutral. Denn erneuerbare Energien sind nicht nur unbegrenzt vorhanden, sondern sie sind auch günstig und fördern die kommunale Wertschöpfung. Günstige und saubere Energie bietet ein enormes Entwicklungspotenzial für die regionale Wirtschaft. Deswegen müssen wir die Potenziale von Wind, Sonne, eventuell Wasserkraft besser nutzen. Die Bürgerinnen und Bürger und die Gemeinden müssen stärker an den Gewinnen der Windkraft- und Photovoltaikanlagen beteiligt werden. Beim Thema Windkraft dürfen die Lasten der Region nicht auf wenigen Gemeinden im Landkreis liegen.
Die Wärmewende wird auch von der Handlungsfähigkeit der Kommunen abhängen, die nun zur kommunalen Wärmeplanung über Fern- und Nahwärmenetze verpflichtet werden. Damit es nicht bei der Planung bleibt, müssen Bund und Land die notwendigen finanziellen Ressourcen bereitstellen und die Landkreise unterstützen. Nicht nur wegen der teils besonders fruchtbaren Böden, die für die Landwirtschaft erhalten bleiben müssen, ist die Konkurrenz um Flächen ein zunehmendes Problem. Energiegewinnung, Landwirtschaft, Hochwasserschutz, Verkehr oder Wohnen. Wo immer möglich, müssen Flächen sinnvoll mehrfach genutzt werden. Dazu setzen wir uns auch für Gesetzesänderungen auf Bundes- und Landesebene ein.
Die Zerstörung natürlicher Ressourcen und unserer Umwelt ist sichtbar und messbar. Das Artensterben ist konkret und bedrohlich. Es drohen längst irreversible Schäden an unserem Ökosystem. Wir wollen deshalb im Landkreisgebiet verstärkt Projekte fördern, die dem Erhalt und der Wiederherstellung unserer Umwelt, dem Schutz und der Aufforstung des Waldes, dem Schutz des Trinkwassers, der Artenvielfalt oder auch der Vermeidung von Plastikmüll dienen. Dabei wollen wir die Landwirtschaft als Partner einer ökologisch nachhaltigen Entwicklung begreifen und nicht mit Auflagen und Verordnungen alleine lassen. Auch Projekte zu fairem und regionalem Handel wollen wir fördern. Wir werden die Abfallbeseitigung im Landkreis weiter in starker öffentlicher Hand behalten und Wertstoffe so effektiv wie möglich einer Wiederverwendung zuführen. Das Recyceln von Rohstoffen bietet ein enormes kommunales Wertschöpfungspotenzial. Wir unterstützen innovative Konzepte der Kreislaufwirtschaft, die Entsorgung, Recycling, Produktion und Forschung zusammen denken.
9. Sport, Kultur, Tourismus
Sport lebt vom Ehrenamt. Deswegen braucht es mehr Entbürokratisierung und Anerkennung, um diese wichtige Arbeit zu unterstützen. Dazu braucht es einen gerechten Zugang zum Sport. Dies beinhaltet vergünstigte Sportangebote für Kinder, Jugendliche und Menschen mit geringem Einkommen sowie die Förderung inklusiver und vielfältiger Sportangebote. Kultur schafft Begegnung, Identität und Lebensqualität. Sie ist kein Luxus, sondern Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass alle Menschen - unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Bildung – Zugang zu kulturellen Angeboten haben und aktiv daran teilhaben können. Die Verleihung der Ehrenamtskarte ist dabei zu wenig.
Als SPD wollen wir kulturelle Teilhabe für alle ermöglichen. Dazu gehören vergünstigte Zugänge zu Museen, Theatern oder Konzerten – insbesondere für Kinder, Jugendliche, sowie Menschen mit geringem Einkommen. Kultur darf kein Privileg sein, sondern muss in allen Kommunen präsent sein. Wir setzen uns auch für eine aktive Unterstützung von Projekten ein, die Integration fördern und interkulturellen Austausch ermöglichen und für Toleranz, Vielfalt und Zusammenhalt stehen. Darüber hinaus sollen ehrenamtlich Engagierte – etwa in Chören, Heimatvereinen, Initiativen oder Museumsprojekten – stärker unterstützt und anerkannt werden. Kulturelle Infrastruktur muss gesichert und zukunftsfähig gemacht werden. Theater, Museen, Bibliotheken, Musikschulen und Kultureinrichtungen sind zentrale Orte des kulturellen Lebens und müssen erhalten bleiben.
Der Landkreis Eichstätt ist landschaftlich reizvoll, historisch bedeutend und kulturell lebendig – dieses Potenzial wollen wir noch besser nutzen: Wir setzen auf nachhaltigen Tourismus: durch Förderung von Rad- und Wandertourismus, Naturparkerlebnissen und klimafreundlichen Mobilitätsangeboten. Regionale Identität und kulturelles Erbe sollen besser sichtbar gemacht und erlebbar werden. Wir brauchen eine Stärkung der touristischen Infrastruktur durch gezielte Programme für Gastronomie, Gastgeber und Kulturbetriebe. Ziel ist ein stimmiges touristisches Profil für den gesamten Landkreis.
Schlusswort
Die SPD im Landkreis Eichstätt bietet mit Landratskandidatin Stefanie Kirchner und ihrem Team eine soziale Alternative zu den anderen Parteien und Wählergruppen. Sie haben das Recht auf eine verlässliche Politik und die Sicherheit, dass angepackt und alle mitgenommen werden.
Dafür setzen wir uns ein. Unterstützen Sie dies mit ihrer Stimme am 08. März 2026.